Weil Probleme selten allein kommen
von Redaktion EKASuR
08.11.2025
Die Evangelische Beratungsstelle wechselt zur Diakonie Bonn und Region. Der Trägerwechsel findet offiziell am 1. Januar 2026 statt. Im Diakonischen Werk fügt sich die Beratungsstelle schlüssig in die Strukturen ein.
„Vielfach erleben wir, dass Menschen, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen, mehr als nur eine Herausforderung bewältigen müssen. Sucht, Überschuldung, unerwartete Schwangerschaft, psychische Erkrankung, finanzielle Not oder andere Probleme kommen selten allein“, so Diakonie-Sprecherin Andrea Hillebrand.
Eine Verzahnung der Dienste helfe, die Klientinnen und Klienten bestmöglich zu unterstützen. Für diese ändert sich nichts. Alle Ansprechpersonen und die Beratungsstelle selbst bleiben im Haus der Kirche in Bonn.
Reden hilft
Die Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend-, Partnerschafts- und Lebensfragen ist eine integrierte Einrichtung. Hier finden Familien mit Kindern, Jugendliche, junge Erwachsene, Paare jeden Alters und Einzelpersonen bis ins hohe Alter Unterstützung durch ein multiprofessionelles Team.
Neben Erziehungsfragen können viele Themen wie traumatische Erlebnisse, sexualisierte sowie häusliche Gewalt, Verlust und Trauer, eine Behinderung oder psychische Erkrankung eines Familienmitglieds Anmeldegrund sein. „Reden hilft“ ist das Motto der Beratungsstelle in allen Fällen.
Im Jahr 2025 wurden bis jetzt bereits 615 Personen in Krisen versorgt. Die Beratung ist kostenfrei, offen für alle Menschen und findet in einem geschützten Rahmen statt.
Kirchenkreise unterstützen weiter
Bisher trugen die „Vereinigten Kreissynodalvorstände“ (VKSV) die Einrichtung. Das ist der Verband der drei Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn und Bad Godesberg-Voreifel. Um der Beratungsstelle einen guten Übergang zu ermöglichen, sichern die VKSV eine finanzielle Beteiligung für drei Jahre zu.
Im VKSV sind beispielsweise auch die Notfallseelsorge, das Schulreferat und die Fachberatung für Kindertagesstätten angesiedelt.
gar
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