Ewigkeitssonntag

Der Tod gehört zum Leben. Das sagt sich so leicht. Dabei ist es eine harte Wahrheit: Nichts ist sicherer als der Tod. Ich werde sterben. Du wirst sterben. Menschen, die ich liebe, sind schon tot.

Abschied, endgültig. Von Großeltern, Eltern, Freundinnen und Freunden. Von den Alten, von Gleichaltrigen, von ganz Jungen. Und wir bleiben zurück und trauern. Vermissen sie schmerzlich. Wissen nicht, wie wir ohne sie weitermachen sollen. Aus, vorbei.

Nicht so, sagt uns die Bibel. Auch dem Tod ist sein Tod schon angekündigt. Jesus war tot und ist auferstanden. Und das ist nur der Anfang. Gott ist stärker als der Tod. Eines Tages wird er den Tod endgültig vernichten. Uns allen ist die Auferstehung versprochen. Unser Tod ist nicht endgültig. Wir werden uns wiedersehen.

Es kommt eine Welt, da werden unsere Tränen getrocknet. Da gibt es noch einmal Leben. Erneuert, viel schöner und besser, als wir uns das jetzt vorstellen können. Nicht irgendwo hinter den Wolken, sondern auf dieser erneuerten Erde. Ohne Leid und Geschrei. Ohne Krieg und Hass. Genug gutes Essen für alle.

Arbeit, deren Früchte man genießen kann. Alles noch mal auf Anfang. Und was hier gut war, werden wir dort wiederfinden.

Das glauben wir. Darauf hoffen wir. Weil Gott es uns versprochen hat. Darum feiern wir den Ewigkeitssonntag. Wir behaupten es trotzig gegen den Augenschein: Die Toten sind in Gottes Hand. Er wird ihnen neues Leben geben. Mir und dir auch.

Darum feiern wir den Ewigkeitssonntag. Und laden dich ein, mitzufeiern.

Claudia Währisch-Oblau / VEM

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