20201202_123200_2.jpg

„Vertrauliche Geburt“ als Ausweg in der Not

von Redaktion EKASuR

14.07.2021

Stand heute ist öffentlich nicht bekannt, wie es dazu kam: Ein neugeborener Junge wurde am Montagvormittag in Köln tot neben einer sog. Babyklappe gefunden. Die Mordkommission der Polizei ermittelt.


Falls Mutter und Baby eine Chance oder eine Wahl gehabt hätten: Neben der Abgabe in eine Babyklappe ist die „Vertrauliche Geburt“ ein gangbarer Weg in äußerster Not. Daran erinnert anlässlich dieses tragischen Falls Elke Hörmann von der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung der Diakonie An Sieg und Rhein: „Für schwangere Frauen in Notsituationen gibt es die Möglichkeit der Vertraulichen Geburt.“

Insbesondere eine ungewollte Schwangerschaft kann große Ängste auslösen, wissen die Beraterinnen in der Siegburger Beratungsstelle. Sieht eine Schwangere keinen anderen Ausweg, besteht die Möglichkeit einer „Vertraulichen Geburt“. Danach können Schwangere ihr Kind im Krankenhaus oder bei einer Hebamme medizinisch sicher zur Welt bringen und trotzdem anonym bleiben. Die „Vertrauliche Geburt“ ermöglicht es einem Kind, mit 16 Jahren seine Herkunft zu erfahren. Elke Hörmann ist Sozialpädagogin und Familientherapeutin in der Schwangerenberatung der Diakonie An Sieg und Rhein und Ansprechpartnerin für „Vertrauliche Geburt“ im Rhein-Sieg-Kreis.

Links

Hilfe für Schwangere

In höchster Not hilft eine Vertrauliche Geburt – Inverview mit Elke Hörmann