Jörg Ebeler

Superintendentin ordiniert Jörg Ebeler

von Anna Neumann

11.06.2026

Die Evangelische Emmaus-Gemeinde Thomasberg-Heisterbacherrott hat wieder einen guten Grund, fröhlich zu feiern: Am kommenden Sonntag, 14. Juni, wird Diakon Jörg Ebeler zum Prädikanten ordiniert.


Die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein, Almut van Niekerk, nimmt die Ordination im Gottesdienst vor. Beginn ist um 11 Uhr in der Emmauskirche, Dollendorfer Straße 399, 53639 Königswinter-Heisterbacherrott. Die Ordination beruft zu Verkündigung, Sakramentsverwaltung und Seelsorge.

Das Besondere: Jörg Ebeler übernimmt als Hauptamtlicher Aufgaben ähnlich einer Pfarrperson, die es in dieser Gemeinde derzeit nicht gibt. Die Kirchengemeinde hat stattdessen ein geistliches Team. Konkret wird der Diakon, unterstützt von der ehrenamtlich engagierten Prädikantin Edna Li, die geistliche Arbeit koordinieren. Zu Ebelers Aufgaben gehören Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen, Seelsorge sowie zusammen mit weiteren Ehrenamtlichen die Konfirmandenarbeit.

Die Gemeinde freut sich an einem Diakon, der ihr seit jungen Jahren verbunden ist und vielseitige berufliche Erfahrungen aus Jahren anderenorts mit einbringt. Er ging nach Bonn und München, wurde Versicherungskaufmann und Vertriebstrainer. Später studierte er in Köln und wurde Diplom-Sozialarbeiter. Er arbeitete in der Kölner Treberhilfe, begründete und leitete eine intensivpädagogische Gruppe in Schaumburg, leitete eine traumapädagogische Gruppe und dann ein Angebot für Schulverweigerer in Hannover. Parallel durchlief Ebeler die umfangreichen, berufsbegleitenden Fortbildungen zum Diakon und zum Prädikanten. Die Pfarrausbildung, die im Studium das Erlernen von Altgriechisch und Hebräisch voraussetzt, konnte sein Ding nicht werden.

In seiner Gemeinde, in der er längst wieder zuhause ist und wo er vor einigen Jahren auch heiratete, wurde er einst „geprägt durch Norwegen-Freizeiten, Konfi-Arbeit, Jugendgottesdienste“ und damalige Pfarrpersonen, erzählt Ebeler. Er habe in den Glauben hineingefunden und sich entschieden, „meinen Weg mit Jesus zu gehen“. Jetzt, mit 62, begleitet er andere auf diesem Weg. Er hat es zu seinem Beruf gemacht.

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