Superintendentin Almut van Niekerk im Video: „schaut hin“

von Redaktion EKASuR

12.05.2021

Digital und dezentral - leider nicht komplett physisch in Frankfurt / Main - findet vom 13. bis 16. Mai der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) statt. Sein Motto: „schaut hin“.


Ein Bibelzitat, kondensiert aus dem Markus-Evangelium 6,38. Aus Anlass des ÖKT und zum Feiertag Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 13. Mai, beschäftigt sich die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein, Almut van Niekerk, mit dem Kirchentagsmotto.

Schaut hin.

Sagt Jesus

Bewegt Euch und schaut mal genau:

Seht, dass da sehr viele Menschen sehr hungrig sind.

Seht, was Ihr habt, seht zu, dass Ihr teilt, Essen austeilt, Gutes weitergebt.

Schaut hin – das Motto vom Kirchentag, der heute beginnt.

Fasst „geht hin und seht hin“ zusammen in zwei kurze Worte.

Eine klare Aufforderung, ein Appell, eindringlich, merkt es euch!

Eine unmissverständliche Ansage, als Jesus spürte: Seine Freunde fühlen sich überfordert.

Sie denken, naja, für uns selbst könnte es reichen.

Egoismus scheint so viel leichter als Nächstenliebe.

Bei Jesus zählt das nicht

„geht hin und seht“

Schaut hin.

Gerade als das „ja, aber“ seiner Freunde übermächtig wird.

Gegen die vielen Einwände ein direkter Appell, die einfach zu ignorieren und sich nicht vom vermeintlich Unmöglichen schrecken zu lassen.

Am Ende wurden alle satt – so steht es in der Geschichte im Markus-Evangelium.

Wann schauen wir hin in den Jemen? Nach Syrien? Und an die anderen Orte dieser Welt, wo die Kinder vor Hunger sterben?

Schaut hin auf die Zusammenhänge – wie wenig es uns nützt, dass wir hier pünktlich zur Wahl im Herbst geimpft sind. Aber das Virus fröhlich mutiert in der Ferne und zurückkommt.

Wann erreicht das, was wir sehen und wissen, unseren Verstand und unser Herz?

„Fahrt zur Hölle, ihr anderen“ ist nicht unser Motto.

Geht doch um Himmelfahrt.