Sie feiern ihr Fest
von Anna Neumann
23.04.2026
In festlichen Gottesdiensten treten die Jugendlichen unter dem Leitwort eines selbst gewählten Bibelverses vor den Altar. Sie bekräftigen damit ihre Taufe und werden gesegnet. Die jungen Menschen zwischen 13 und 15 Jahren zeigen so, dass sie ihren Glauben eigenverantwortlich und aktiv gestalten wollen. Durch die Konfirmation werden sie mit allen Rechten und Pflichten Mitglied ihrer Kirchengemeinde. Konfirmierte können das Patenamt übernehmen, dürfen das Presbyterium mitwählen und eigenverantwortlich am Abendmahl teilnehmen.
Die Konfirmation war früher ein wichtiger biografischer Einschnitt. Viele Kinder verließen die Schule und traten eine Lehre an. Der Ritus wurde so auch zum Zeichen des Wechsels zwischen Kindheit und Erwachsenwerden und leitete die Ablösung von den Eltern ein.
Auch wenn heutige Konfirmanden noch lange Jugendliche bleiben, ist die Konfirmation weiterhin ein Fest des Wandels – allerdings mehr im Blick auf körperliche und seelische Umwälzungen in diesem Lebensabschnitt.
Das Wort Konfirmation leitet sich vom lateinischen „confirmare“ ab und bedeutet „bestärken“. Das evangelische Fest geht auf den Straßburger Reformator Martin Bucer zurück. Er wollte mit der Konfirmation bei Jugendlichen das Wissen um den Glauben erhöhen. Gleichzeitig sollten die jungen Menschen ihre Taufe als Heranwachsende persönlich und bewusst bestätigen.
Autorin: Dr. Uta Garbisch
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