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Radiogottesdienst kommt live aus Much

von Anna Neumann

19.03.2026

Der Ü-Wagen ist praktisch schon auf dem Weg. Der Gottesdienst ist mit allen Beteiligten sorgfältig vorbereitet. Am Sonntagmorgen kommt der DLF-Radiogottesdienst aus Much. Eine Entstehungsgeschichte


Die beiden Theologinnen sind echt erfahren in ihrem Beruf, haben schon unzählbar viele Gottesdienste live geleitet. Doch ein Radiogottesdienst ist für Superintendentin Almut van Niekerk und Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski eine Premiere. Wie gut, dass die Planungen beizeiten nach der Anfrage im Oktober 2025 begonnen haben. Auftakt war ein Videocall vier Monate vor dem Termin. Zur Einstimmung gab es eine Zahl, die sehr motiviert.

Rund 400.000 Hörer*innen schalten erfahrungsgemäß den Gottesdienst ein, den der Deutschlandfunk (DLF) Sonntagmorgens sendet. Sie sind am Frühstückstisch, im Auto oder beim Sport ganz Ohr. Am kommenden Sonntag, 22. März, kommt der Gottesdienst live aus der Evangelischen Kirche in Much.

Am Samstag rollt der Ü-Wagen vor. Das detaillierte Drehbuch steht. Und das lässt sich über die Entstehung erzählen: Bald nach dem Planungsgespräch präsentierte Superintendentin Almut van Niekerk, die Predigerin des Radiogottesdienstes, einen inhaltlichen Plan. Rundfunkpfarrer Dr. Titus Reinmuth, der das Projekt begleitet, gab grünes Licht: „Konfis zu beteiligen und ihre Sorgen zum Thema zu machen ist gut und etwas Besonderes.“ Weiter schrieb er: „Als durchgehendes Thema verstehe ich: Was lässt mich leben angesichts von Belastungen und Sorgen? Was gibt mir Kraft und Zuversicht?“ Das wird entfaltet mit der Geschichte „Vom Herrschen und vom Dienen“ aus dem Markus-Evangelium (Mk 10,35-45) dran.

Und so setzen Superintendentin Almut van Niekerk und Gemeindepfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski ihre Vorbereitung mit den Konfis der Gemeinde fort. „Ich würde gern die Themen der jungen Leute groß machen“, kündigt die Superintendentin an. Ihr liege an der Perspektive der Jugendlichen.

Mails gehen hin und her, nicht nur zur Textarbeit, nicht nur zur Auswahl der Lieder und der Instrumentalstücke. Die Kreiskantorin stellt ein Vokalensemble zusammen und bringt ihre Expertise ein. Es wird immer konkreter. Die Mucher Gemeindepfarrerin hat ihre Konfis gefragt – es finden sich genug, die „den Mut mitzumachen“ haben. Kurz vor Karneval wird zusammen geprobt. Vor dem Altar. Mit Mikros.

Längst trommelt die Evangelische Kirchengemeinde Much auf ihrer Website und ihrem Instagram-Kanal zum besonderen Event. Beizeiten hat sie auch in der Gemeindezeitung geworben: „Kommt vorbei!“ Denn: „Manchmal gibt es diese Momente, in denen unser Dorf ein klein wenig größer wirkt als sonst. Genau so ein Moment steht uns bevor.“

Dass Konfis einen DLF-Radiogottesdienst mitgestalten, ist wahrlich gut und besonders. Warum enthält dieser Beitrag hier auf ekasur.de nichts weiter über sie? Damit die Leser*innen am Sonntag um 10.05 Uhr ihr Radio anmachen oder auf deutschlandfunk.de auf „Live“ klicken. Dann können sie die Konfis sowie Superintendentin Almut van Niekerk, Gemeindepfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski und das Vokalensemble unter Leitung von Kreiskantorin Laura Loers selbst und aus erster Hand hören.