„Nie wieder“: Erinnerung und Hoffnung
von Jeremie Niyiguha
26.01.2026
„Wir halten die Hoffnung hoch, dass ‚nie wieder‘ geschehe, was damals war“ – diese Worte wird Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski am Dienstag sprechen. Die Mucher Gemeindepfarrerin wird das an der Gedenkstele Walkweiher tun – am Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Feier beginnt am 27. Januar um 18 Uhr am Walkweiher.
Heute ist da einfach eine Wiese – und eine Gedenkstele. Am Wahnbach in Much erinnert erinnert heute nur noch die Stele an das einstige „Reichsarbeitsdienstlager“. Die Stele zeigt in Miniatur das Lager und verzeichnet die Namen der Menschen, die hier interniert worden waren – und später in NS-Vernichtungslager deportiert wurden.
Der 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau durch die sowjetische Rote Armee 1945. Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, politische Gegner, Sozialisten und Kommunisten, LGBTQ+-Personen, Zeugen Jehovas und viele andere wurden verfolgt, deportiert und ermordet. Rund sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden während des Holocaust ermordet, bis zu 1,5 Millionen Menschen allein in Auschwitz-Birkenau.
Pfarrerin Frackenpohl-Koberski: „Auschwitz ist der furchtbarste Name, den die deutsche Geschichte kennt.“ Der Ort erinnere daran, zu welch unvorstellbarer Grausamkeit Menschen fähig sind. Wirklich erschreckend seien „Neulügner“, die heute die Shoah leugneten, den Holocaust verharmlosten und Antisemitismus auslebten. Doch Auschwitz dürfe „nie wieder“ sein.
„GeDenken – NachDenken – Erinnern“ steht auffordernd über der Einladung des Mucher Bürgermeisters zu der Veranstaltung. Dieser wird ebenso eine Ansprache halten wie die evangelische Gemeindepfarrerin. Außerdem gestalten u.a. Mucher Schüler*innen die Gedenkfeier mit. Auf dem Programm steht das Entzünden von „Hoffnungslichtern“. Zum Schluss sind die Teilnehmenden in den Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Much, Schulstraße 2, eingeladen. (JN/neu)
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