Landessynode bringt Finanzstrategie auf den Weg
von Anna Neumann
20.01.2026
Die Evangelische Kirche im Rheinland wird die Marke „ESG“ (Evangelische Studienrendengemeinden) erhalten, aber konzeptionell weiterentwickeln – auf Kirchenkreisebene und zum Beispiel hin zu Gemeinden junger Erwachsener. Die Landeskirche gibt bis 2030 die Trägerschaft für ihre sechs Wohnheime mit insgesamt 381 Plätzen auf. Eine Übertragung der Wohnheime auf kirchliche Träger oder oder andere soziale Lösungen soll Vorrang vor dem Verkauf der Immobilien und Liegenschaften haben.
Der Arbeitslosenfonds wird um 250.000 Euro auf künftig 750.000 Euro gekürzt. Für den Härtefonds stellt die Landeskirche 70.000 Euro (statt bisher 125.000 Euro) zur Verfügung. Gleichzeitig soll der Härtefonds in den Kollektenplan aufgenommen werden mit dem Ziel, die ursprüngliche Summe aufrecht zu erhalten. Aus dem Arbeitslosenfonds wird u.a. das Projekt „Paten für Ausbildung“ (PfAu) in der Diakonie An Sieg und Rhein unterstützt.
Anders als in der Vorlage hat die Synode auf eine 20-prozentige Kürzung in der Flüchtlingsarbeit verzichtet. Die Kreissynode An Sieg und Rhein hat im Vorfeld der Landessynode einen entsprechenden Anträge gestellt. Bei den zehn evangelischen Schulen soll die Finanzierung auf kontinuierliche, freiwillige Elternbeiträge umgestellt werden.
Der Zuschuss zur Vereinten Evangelischen Mission (VEM) wird um 20 Prozent reduziert. Der Beschluss der Landessynode sieht desweiteren Verhandlungen über eine schrittweise Reduzierung des Generalzuschusses an das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe vor.
Notwendig wurde der Finanzprozess – das Hauptthema der Synode – wegen sinkender Einnahmen und steigender Kosten. Die Landessynode ist das oberste Entscheidungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu deren 34 Kirchenkreisen der Evangelische Kirchenkreis An Sieg und Rhein gehört. Der hiesige Kirchenkreis ist mit sechs Delegierten in der Landessynode vertreten.
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