Dr. Kathrin Reinert

Jetzt geht sie nach Ruppichteroth und Herchen

von Anna Neumann

24.09.2025

Kommenden Sonntag wird Dr. Kathrin Reinert als Pfarrerin ordiniert. Die Ordination ist die kirchliche Beauftragung zum öffentlichen Dienst an Wort und Sakrament sowie zur Seelsorge.


Sie hatte ein Leben vor der Theologie. Zunächst hat sie Regionalwissenschaften Lateinamerika, Romanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft studiert und eine Dissertation über Wissensgeschichte geschrieben. Dann machte sie den Master in Theologie und absolvierte ihr Vikariat. Jetzt wird Dr. Kathrin Reinert zur Pfarrerin ordiniert. Im Gottesdienst am Sonntag, 28. September, wird Superintendentin Almut van Niekerk Kathrin Reinert ordinieren. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Stieldorf, Oelinghovener Straße 38, 53639 Königswinter.

Kathrin Reinert wuchs in Köln auf. Studien- und Forschungsaufenthalte führten sie nach Brüssel, Tucumán (Argentinien) und Berlin. Mit Beginn des Theologiestudiums arbeitete sie unter anderem bei den „beymeistern“ in Köln-Mülheim mit, einem Gemeindeprojekt für Menschen im Erwachsenenalter. Da passt es, dass sie später während ihres Vikariates mit Ehrenamtlichen den alternativen Gottesdienst „happy:hour“ gestaltete. An das Vikariat in der Evangelischen Kirchengemeinde Siebengebirge und die Ordination schließt sich nun für die 45-Jährige der Probedienst in den Kirchengemeinden Ruppichteroth und Herchen an.

Der Wechsel Richtung Pfarrdienst kam nicht völlig von ungefähr: Sie war in ihrer Kirchengemeinde aktiv – von Kirchenmusik über Lebensmittelausgabe bis hin zu Lektorinnendiensten. Das Feedback war stark: „Man merkt Ihnen an, wie viel Ihnen Ihr Glaube bedeutet. Sie bringen das überzeugend rüber.“ Und so fühlte sie sich berufen durch die Menschen, mit denen sie Gemeinde gelebt hat. „Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte, dem mit einem beruflichen Wechsel zu folgen. Jetzt bin ich gespannt, welche neuen Gesichter mir in den nächsten Wochen und Monaten begegnen werden. Ich freue mich sehr, dass ich im Kirchenkreis bleiben kann.“