Fordern faire Entschuldung: Vertreter*innen von "Erlassjahr" überbringen die Unterschriften an das Bundesfinanzministerium. Foto: Chris Grodotzki / campact

Für faire Entschuldung

von Anna Neumann

04.03.2026

Mehr als 72.000 Menschen fordern konkrete Reformen des internationalen Finanzsystems und Schuldenstreichungen für Staaten des Globalen Südens.


Zum Abschluss der Kampagne „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope!“ hat ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 71 Organisationen den Appell und die Unterschriften an das Bundesfinanzministerium übergeben.

Helmut Müller, Pfarrer des Regionalen Dienstes Köln-Bonn der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) und Mitglied im Bündnisrat von Erlassjahr, sagt: „Das Recht der Gläubiger darf nicht länger über der Würde der Schuldner stehen.“ Viele Staaten des Globalen Südens sind durch ihre Schuldensituation stark belastet, so Müller.  Enorme Zins- und Tilgungszahlungen, ungünstige Refinanzierungsbedingungen und strukturelle Ungleichheiten im internationalen Finanzsystem „verschärfen die soziale Ungleichheit und wirtschaftliche Instabilität“.

Die internationale Kampagne “Turn Debt into Hope” fordert unter anderem die Einrichtung einer UN-Schuldenrahmenkonvention. Zu den 71 Mitgliedern des Kampagnenbündnisses „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope“ gehören u.a. „Brot für die Welt“, die Evangelische Kirche im Rheinland und die VEM.