Erinnerung an die Unbedachten
von Anna Neumann
25.01.2026
Zu dem Gottesdienst laden das Katholische Kreisdekanat Rhein-Sieg-Kreis und der Evangelische Kirchenkreis An Sieg und Rhein vierteljährlich ein. Die Leitung des Ökumenischen „Gedenkgottesdienstes für Unbedachte“ des gesamten Rhein-Sieg-Kreises übernehmen Kreisdechant Hans-Josef Lahr und die evangelische Pfarrerin Dr. Heike Lipski-Melchior.
Der Gottesdienst gilt den sieben Mitbürgerinnen und zehn Mitbürgern, die im zurückliegenden Quartal gestorben sind und für die es keine eigene Trauerfeier gab, weil sich niemand darum kümmerte. Menschen, die gestorben und bestattet wurden, ohne dass jemand davon Notiz genommen hätte. Durch den „Gedenkgottesdienst“, die Verlesung der Namen der Betroffenen und ihre Eintragung in das „Buch der Erinnerung und des Gedenkens“ werden die Verstorbenen der Anonymisierung entzogen.
Der Toten wird also würdig gedacht. Denn: Christinnen und Christen sind überzeugt von der unwiderruflichen Würde eines jeden Einzelnen. Der Name gilt Christinnen und Christen als unauslöschliches Merkmal der Identität und der Gottesbeziehung der Menschen.