Pfarrerin Ulrike Temme Foto: Kliniken Troisdorf

Eine große Lebensschule

von Anna Neumann

05.12.2025

Sie hat mehr als zwei Jahrzehnte Patient*innen in den GFO-Kliniken in Troisdorf seelsorglich begleitet. Jetzt geht Klinikseelsorgerin Ulrike Temme auf ihren Ruhestand zu.


Ende Januar endet der Dienst der evangelischen Theologin, die seit 2002 im St. Josef Hospital in Troisdorf und im St. Johanneskrankenhaus in Sieglar arbeitet. Dazu gehört auch die in separatem Gebäude untergebrachte Psychiatrie. Sie liebe die unmittelbare Nähe zu den Menschen und die Offenheit und das Vertrauen ihrer Patient*innen, ihr alles sagen zu können, auch lange Unausgesprochenes, sagt Ulrike Temme, deren Arbeit Verschwiegenheit unterliegt.

Zu ihrem Dienst gehören neben normalen wenigen Begegnungen auch lange Begleitungen von Patient*innen bis hin zu Sterben und Tod. Zu den Kliniken gehört die Palliativstation in St. Johannes. „Es war eine große Lebensschule“, sagt Temme. Sie spricht von „sehr berührenden Begegnungen“. Krankenhausseelsorge ist für sie eine sinnvolle Arbeit – und die enge Zusammenarbeit im ökumenischen Seelsorge-Team findet sie herausragend gut. Dazu gehört auch die Begleitung bei Fehl- und Frühgeburten.

Ulrike Temme hat ihren Berufsweg als Pfarrerin im hiesigen Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein begonnen und beendet sie hier. Die gebürtige Düsseldorferin kam zum Vikariat nach Beuel und zum Probedienst nach Lohmar. Dann wurde sie Gemeindepfarrerin in Leverkusen und Klinikseelsorgerin in Remscheid, bevor sie nach Troisdorf ging.

Die Entpflichtung von Pfarrerin Ulrike Temme (66) übernimmt Superintendentin Almut van Niekerk im Gottesdienst am Mittwoch, 10. Dezember, 14 Uhr, in der Kreuzkirche, Grabenstraße 65, 53844 Troisdorf.

 

Link

mehr erfahren