Eine Herausforderung

von Anna Neumann

19.10.2020

Kinder und Eltern sind erprobt und wissen, was zu tun ist. Die Erzieher*innen geben alles, damit der Kita-Betrieb aufrecht erhalten bleibt. Aber es ist natürlich eine Herausforderung.


Das hat Stephanie Kola in der Fernsehsendung „phoenix der tag“ deutlich gemacht. Die Leiterin des Kita-Referats des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein berichtete, dass mit den gestiegenen Corona-Zahlen das Risiko wächst, dass Kitas in Quarantäne oder geschlossen werden müssen. Eine große aktuelle Herausforderung seien Engpässe beim Erwerb von Einmal-Handschuhen und Desinfektionsmitteln, erklärte die Referatsleiterin in der aktuellen Phoenix-Sendung. Stephanie Kola verantwortet sieben evangelische Kindergärten, die rund 600 Mädchen und Jungen besuchen, betreut von 120 Mitarbeitenden.

Sie wusste aber auch zu berichten, dass die Kita-Kinder die Lage sehr gut verinnerlicht haben. Eltern erzählten, dass die Kids sie manchmal zu Hause daran erinnerten, das Händewaschen nicht zu vergessen. Und wenn ein Ausflug abgesagt werden muss, reagierten die Kleinen gelassen, sagen verständnisvoll: „Ich weiß, das geht nicht wegen dem doofen Corona.“

Bislang können die Erzieher*innen im Umgang mit den Kids auf Masken verzichten, so Kola. Und das ist gut so: „Denn die Arbeit lebt ja sehr von Gestik und Mimik.“

Anlass für die Einladung ins Fernsehstudio war eine am Freitag von der Bundesfamilienministerin und dem Bundesgesundheitsminister vorgestellte Corona-Kita-Studie. Sie macht Eltern und Kitas Mut, denn demnach sind Kitas keine Infektionsherde und Kita-Kinder keine Infektionstreiber.

Sie gibt Rückenwind, den Kita-Betrieb trotz Pandemie aufrecht zu erhalten und den Kids so zu ermöglichen, in den Kitas spielerisch zu lernen, Beziehungen zu pflegen, Wissen zu tanken und Religion kennen zu lernen.