Cross-Over at its best
von Anna Neumann
02.09.2025
BERICHT UND FOTO: SIGI GERKEN
Die Große Kirche Oberkassel füllte sich schon früh und Micheal Schütz erklärte zu Beginn, dass er bewusst versucht, nahe am Original zu sein. Dies gelang für die für Bands bzw. Orchester komponierten Werke mit dem einen Instrument Orgel bemerkenswert gut. Jede*r sang im Kopf den Text der Klassiker sicherlich mit – und jede*r bewunderte, wenn am Ende von Stücken etwas zusätzlich improvisiert wurde. Bei den Stücken von Queen kündigte Schütz eine „kontrollierte Ekstase“ an – gelungen. Schütz zog viele Register und zeigte die Vielfalt der Orgel, der Königin der Musikinstrumente.
Es erklangen schnelle, kraftvolle Stück wie „Don`t stop me now“, schwungvolle Lieder wie Dancing Queen, aber auch gefühlvolle Evergreens wie „Hey Jude“ und „Imagine“. Vor dem „Russians“ (1985) von Sting zitierte Michael Schütz eine immer wiederkehrende Textzeile: „I hope the Russians love their children too.“ Im Grunde ist der gesamte Liedtext leider aktuell.
Bei der ohnehin oft opulent orchestrierten Filmmusik von „James Bond (Goldfinger)“ oder „Pirates oft the Caribbean“ zeigte sich besonders die Vielfalt der Walcker-Orgel der Großen Kirche Oberkassel und das Können des Interpreten, der mit einer Hand die Orchester-Flöten, mit der anderen die Streicher und mit den Füßen zum Beispiel die Bläser spielte.
„Wahrscheinlich war es das erste Mal für die neue Orgel, dass Rockiges auf ihr gespielt wurde, aber es hat ihr gut gefallen“, meinte der Künstler. Der Orgel gefiels, dem Publikum auch, das merkte man nicht nur an den Standing Ovations zum Schluss.
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