Engagement gegen sexualisierte Gewalt geht weiter

von Anna Neumann

08.09.2026

„Die Evangelische Kirche stellt sich weiter aktiv den Themen Prävention, Intervention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt.“


Das sagt die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein, Almut van Niekerk. Das Engagement für eine Atmosphäre von Respekt, Achtsamkeit und Vertrauen im Raum von Kirche und Diakonie zeigt sich praktisch auf vielerlei Art: Alle Haupt- und Ehrenamtlichen müssen eine Präventionsschulung nachweisen. Die Schulungen sowie Wiederholungsschulungen nach fünf Jahren organisiert der Kirchenkreis. Polizeiliche Führungszeugnisse werden alle fünf Jahre eingeholt.

Für Betroffene von sexualisierter Gewalt sind seit diesem Jahr Vertrauenspersonen von Institutionen außerhalb der Kirche ansprechbar. Für den Kirchenkreis An Sieg und Rhein sind das wahlweise das Frauenzentrum Troisdorf e.V. und Wildwasser Bielefeld e.V.. Möglich ist auch, sich bei der Ansprechstelle in der Stabsstelle Prävention, Intervention und Aufarbeitung (PIA) im Düsseldorfer Landeskirchenamt Hilfe zu holen.

Dies und mehr ist geregelt im fortgeschriebenen gemeinsamen Schutzkonzept der Kirchenkreise An Sieg und Rhein und Bonn, soeben auf der Website der Kirchenkreise veröffentlicht. Parallel setzen zwei pensionierte Kriminalbeamtinnen die Sichtung der Akten des Kirchenkreises An Sieg und Rhein fort. Seit zehn Monaten gehen sie Personalakten und beispielsweise Protokolle der Leitungsgremien durch – im Blick auf übersehene Hinweise auf vergangene Fälle von sexualisierter Gewalt.

Derweil gibt es einen weiteren geschützten Raum für den Austausch zwischen Betroffenen: Zu diesem dritten Forum laden die NRW-Landeskirchen und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Dazu finden zwei alternative präsente Treffen in Koblenz (5. Oktober) und Haltern am See (7. November) oder zu einem digitalen Treffen (5. November) statt; Anmeldungen bis 15. September.

 

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