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Seit 15 Jahren Hilfe fĂĽr Menschen im Alter

12.09.19
Foto: Das Team (v.l.): Evelin Heinle-Braun, Jutta Spoddig, Marion Brodesser

Möglichst lange möglichst selbstbestimmt leben - das wünschen sich fast alle Menschen für ihr Alter. Doch psychische Beschwerden können das schwierig machen. Hier unterstützt, begleitet und berät das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) des Diakonischen Werkes An Sieg und Rhein seit nunmehr 15 Jahren Betroffene und Angehörige mit einem breiten Angebot.

„Manche Menschen sind bereits langjährig erkrankt, z.B. an einer Depression, andere erkranken erst im Alter z.B. an Demenz“ erläutert Jutta Spoddig, Teamleiterin des SPZ - Hilfe für Menschen im Alter. "Wir kümmern uns um Menschen ab 60 Jahren in Troisdorf, Lohmar und Niederkassel, aber auch um deren Angehörige".

In den letzten 15 Jahren habe sich Einiges verändert: "Demenz war damals ein Tabuthema - heute wissen wir mehr über die Krankheit, und in der Bevölkerung ist das Bewusstsein dafür gewachsen, aber eben auch die Angst davor." Altersarmut, gerade bei Frauen, sei in den letzten Jahren deutlich angewachsen. "Hier droht Vereinsamung, weil weniger Teilhabe möglich ist“.

Das Team um Jutta Spoddig arbeitet auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichen Zielgruppen, um die Situation zu verbessern: So ist Evelin Heinle-Braun für den Ambulant Aufsuchenden Dienst (AAD) zuständig. "Im Auftrag des Rhein-Sieg-Kreises klären wir bei einem Hausbesuch oder bei uns im SPZ den Bedarf an Hilfe und Betreuung und bringen Unterstützung auf den Weg“, erklärt Heinle-Braun. Auch die Abstimmung mit Ärzten und Behörden gehört dazu.

Gruppenangebote mit Ausflügen, Impulsen und Übungen richten sich an orientierte Seniorinnen und Senioren, aber auch an solche mit beginnender und fortgeschrittener Demenz. "Hier bieten wir ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot - auch zur Entlastung der Angehörigen", so Marion Brodesser, die ebenfalls zum Team gehört.

Die Angehörigen stehen im Fokus von Jutta Spoddig: Gruppen für pflegende Angehörige an verschiedenen Standorten bieten die Möglichkeit des Austausches und der Information. "Die Belastung der Angehörigen ist sehr hoch, da ist es wichtig, einen Ausgleich zu schaffen", so Spoddig. Dafür sorgen auch die knapp 30 Freiwilligen, die die Familien in der häuslichen Betreuung unterstützen und bei der Gruppenarbeit mitwirken. Deren Ausbildung und Begleitung ist wichtiger Teil der Arbeit.

"2004 haben wir mit 83 Klientinnen und Klienten begonnen - nun betreuen wir 450 Menschen im Jahr", resĂĽmiert Jutta Spoddig. Die Menschen werden älter, die Nachfrage steigt. Ein wichtiger zukĂĽnftiger Entwicklungsschritt in der Angebotspalette könnte eine Tagesstätte fĂĽr ältere Menschen sein, wie es sie bereits fĂĽr unter 60-Jährige im SPZ gibt. Allerdings wären dazu neue Räumlichkeiten nötig. „Wir haben in der Emil-MĂĽller-Str. 6 in Troisdorf zwar ein schönes Haus in zentraler Lage, aber fĂĽr eingeschränkte oder ältere Menschen bietet das Haus viele HĂĽrden, da es nicht barrierefrei ist und zudem jetzt schon quasi aus allen Nähten platzt.“  

Wie wirksam der Einsatz des SPZ in diesem Arbeitsbereich ist, zeigt eine Zahl: "91 Prozent aller Menschen, die wir betreuen und begleiten, leben ein halbes Jahr später noch zu Hause." Unterstützt, begleitet - aber selbstbestimmt.

Mehr zu den Angeboten des SPZ - Hilfe fĂĽr Menschen im Alter unter www.diakonie-sieg-rhein.de/spz/alterserkrankungen0/

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